Griechenland mit Kreta 2019 – Tag 11-51

Tag 11 – So. 5. Mai 2019 – Kalo Nero – Messini

Stürmische Nacht in Kalo Nero zwischen etlichen anderen Wohnmobilen verbracht. Wir sind natürlich das kleinste. Winfried: zweimal pieseln indoor, Lu: einmal pieseln indoor. Hauptsehenswürdigkeit heute war „Ancient Messini“, die antike Riesenstadt mit Asclepieion, Theater und Stadtmauer. Lu fuhr bildmächtig durch das „Arcadische Tor“ (s. Film).

Schwierige Verkehrssituation bei der Durchfahrt durch Mavromati: Dicker Bus und griechische Feiertagsausflügler blockieren die enge Durchfahrt. Winfried muss auf Anweisung eines hilfreichen Griechen, der zwischendurch energisch auf die Kühlerhaube schlägt, rückwärts manövrieren. Ankunft in der Bucht von Navarino, Campingplatz „Navarino“ 15.30 Uhr, Street 8, Platz 69. Unterwegs kaufen wir Obst, Gemüse, Salat und Olivenöl an einem der zahlreichen Stände am Straßenrand. Zu Essen gibt es heute das unter erschwerten Bedingungen bereits gestern Abend zubereitete Ratatouille.

Arkadisches Tor

Tag 12 – Mo. 6. Mai 2019 – Bucht von Navarino

Ausflug nach dem Frühstück mit dem Fahrrad zum Castell „Paliocastro“ und zur Lagune. Unterwegs mit der Drohne Aufnahmen gemacht. Leider hatte sich die Sonne hinter den Wolken versteckt. Bestes Fotografierwetter jedoch beim Erklimmen der Festung. Herrliche Ausblicke, ebensolche Fotos. Dann mit dem Fahrrad rund um die Lagune zum „Voidoktia Beach“, eine Bucht die an einer Seite eine schmale Öffnung zum Meer hat. Zurück über die „Dirt Roud“ zum Campingplatz. Unterwegs Butter, Petersilie und Bier gekauft. Das sonnige Wetter hält bis ca. 15.00 Uhr an dann ist Sturm angesagt. Den Zugang zum Kochbereich blockiert Winfried mit seinen Ladegeräten, trotzdem gelingt es Lu ein kleines Gericht mit Tomaten und Mozzarella zu zaubern. Als Beilagen gibt es Brot und Bier.

über der Bucht von Navarino

Tag 13 – Di. 7. Mai 2019 – Navarino

Stürmische und regnerische Nacht in der Bucht von Navarino, eine schmale Aufhellung gibt es beim Aufstehen. Rabatt für ADAC-Mitglieder gibt es erst ab 6 Nächten. Wir fahren nach dem Frühstück nach Norden über Pilos zum „Palast des Nestors“,  der heute leider keine Audienz gewährt. Dienstag ist immer Ruhetag. In Pilos parken wir unser Auto am Hafen und nehmen den Ort in Augenschein. Nettes kleines Fischerdörfchen, das die Helden von Navarino mit einem Denkmal ehrt. Wir kaufen Bier, Wasser, Brot und Schafskäse. Gegen Mittag erreichen wir Methoni, das sich uns als verschlafenes Örtchen präsentiert. Die venezianische Festung direkt am Meer setzt von Umfang und Anlage her in Erstaunen. Das auf allen Bildern von Methoni zu sehende Türmchen, das mit der Festung über eine Brücke wildumtost die Hafeneinfahrt bewacht, war leider nur von Weitem zu fotografieren. Am Strand von Methoni treffen wir die Camper aus Wesel, deren Bekanntschaft wir am Strand von Kalogria gemacht haben. Wir überlegen, weiter fahren oder bleiben, wir fahren weiter Richtung Koroni und finden bevor wir den belebten Ort erreichen die einsame Bucht „Paralia Kalamaki“ für unseren Bulli. Ein uns schon bekanntes Wohnmobil aus Fürth ist schon vor uns da. Wir stehen am Meer, die Fürther über uns bei einer Kirche.

Koroni

Tag 14 – Mi. 8. Mai 2019 – Paralia Kalamaki – Koroni – Agios Andreas

Rauschende Nacht am einsamen Strand von Kalamaki. In dieser Einsamkeit kann auch ungestört die Drohne fliegen. Sonnenaufgang gibt es aus dem Bullifenster gratis. Nach dem Frühstück zurück auf die Straße nach Koroni. Wir besichtigen die Festung und das Nonnenkloster und versorgen uns im freundlichen Ort mit Bier, Brot und Wein. Vor der Weiterfahrt lassen wir auch den Tank auffüllen. Am frühen Nachmittag Ankunft in Agios Andreas. Auf einem ehemaligen Campingplatz am Strand stellen wir unseren Bulli ab. An der Hafenmole treffen wir wieder die Weseler. Es ist wie Hase und Igel, wir, der Igel, die Weseler Hasen sind schon da. Wir sind übrigens die einzigen, die sich auf das Gelände des ausgedienten Campingplatzes wagen, alle anderen WoMos drängen sich auf dem Asphaltplatz am Hafen. Nach unserem obligatorischen Anlegerbier legen wir uns direkt vor unserem Bulli in die Sonne ans Meer. Der kleine Radausflug durch den Ort und fünf Kilometer weiter Richtung Kalamata bringt nichts Erhellendes zutage. Zum Meer hin sind hier nahezu alle Grundstücke privat und von Zäunen umgeben.

Tag 15 – Do. 9. Mai 2019 – Agios Andreas – Mani – Karavostasi

Früh aufgestanden, vor allem Winfried mit der aufgehenden Sonne. Als ich mich auch aus dem Schlafsack schäle, ist das Frühstück schon fertig! Bereits um halb neun brechen wir in Richtung Kalamata und in die Mani auf. Die Genossen von der Wohnmobilfront pennen noch alle. In der Ebene von Kalamata kaufen wir einen Sack saftiger Orangen und weiteres Gemüse an einem Stand am Straßenrand. Vor Kalamata fahren wir auf die Autobahn, an der Mautstelle blechen wir 45 Cent und der Geschwindigkeitsbegrenzung folgend, rauschen wir mit 80 km/h dahin. Nach weniger als 10 km endet die Autobahn nahezu bei Lidl. Wir decken uns mit Lebensmittel für Ratatouille, einem 8-Pack Mythos, Wasser, Wein, einem kleinen Eimer Schafskäse und Oliven ein. Weiter geht es in die schroffe Bergwelt, kurvige Küstenstraße hoch über dem Meer, mal weiter, mal näher zum Ufer, abweisende graue Orte. Alte und neue Ruinen säumen den Weg. Wieder am Meer machen wir einen kurzen Stopp im malerischen Örtchen Kardamilio. Weiter kurvenreich, steinig Richtung Süden, wo wir bei Agios Dimitrios vergeblich eine Bleibe für die Nacht suchen. Schließlich führt uns „Park for Night“ auf einen Platz in Karavostasi. Von Itilo, bei Karavostasi gelegen, wanderten im 17. Jahrhundert einige Manioten nach Korsika aus. Unter den Auswanderern war wohl ein gewisser Kalomeres = Buonaparte!! Nach Ankunft gibts das obligatorische Anlegerbier. Danach machen wir eine kleine Radtour um die Bucht.

Ein Kunstlehrer aus Aichach im Sabbatjahr, mit zwei Hunden im VW-Bus unterwegs, trifft kurz nach uns auf dem Stellplatz ein und zeigt sich sehr kontaktfreudig. Wir essen in der nahegelegenen Taverne, dem Inhaber des kostenlosen Stellplatzareals, reichlich, aber nicht überwältigend. Die pünktlich bei Eintreffen des Gastes einsetzende griechische Dudelei geht mitunter auf die Nerven. Wir verbringen eine ruhige Nacht.

Tag 16 – Fr. 10. Mai 2019 – Karovostasi – Vathia

Nach dem Frühstück und der üblichen Mini-Morgentoilette brechen wir auf und steuern unseren Bulli hoch auf die über der Bucht gelegenen Reste der türk. Festung Kefalia. Von hier schossen 1770 die türkischen Schiffe auf die Kanonen der Zarin Katharina der Großen. Und natürlich wird die Festungsanlage auch mit der Drohne abgelichtet. Weiterfahrt zu einer der größten Tropfsteinhöhlen Griechenlands namens Spil Dirou. 13 Euro Eintritt für Nichtfünfundsechzigjährige sind geschmalzen. Insgesamt blechen wir 21 Euro und sind etwas verstimmt, vor allem als dann beim Eingang ein Verwirrspiel beginnt und wir zunächst zum 200 m entfernten Ausgang geschickt und dort von einem fettleibigen Wärter abgewiesen und wieder zurückgeschickt werden mit: „Exit, Exit!“ Wieder zurück erfahren wir, dass wir mit einem Boot in die Höhle einfahren, aber erst, wenn sich sechs Interessenten gefunden haben. Das lässt unsere Laune auch nicht besser werden. Irgendwann ist es dann so weit, mit Schwimmwesten bewaffnet werden wir auf dem Boot platziert.

Was wir nun zu sehen bekommen ist wirklich großartig. Diese Theaterkulissen aus Salagtitten und Stalagnitten in immer unterschiedlichen Formationen überwältigen uns. Lautlos gleiten wir, angetrieben durch das Staken des Bootsführers durch die engen Kanäle und sich weitenden Höhlen. Nach 1200 m erreichen wir ohne Schwimmversuche das trockene Ufer. Weitere 300 m zu Fuß führen uns zum Ausgang.

Kurzer Stopp an einer der unzähligen Buchten, dann geben wir Vathia in unser Navi ein. Auf dem Weg nehmen wir einer der typischen, nahezu ausgestorbenen Dörfer der Mani in Augenschein. Frei laufende Hunde, die uns laut bellend verfolgen, eine alte Griechin ruft sie zur Ordnung.

Vathia ist anders, als wir erwartet haben, kein Künstlerdorf, kein Touristennapp, sondern nur ein malerischer Steinhaufen auf einem Hügel vor dem kargen Küstengebirge. Auf der Suche nach einem Stellplatz fahren wir noch zu zwei nahegelegenen Buchten, da aber das Parken wieder mit einem Restaurantbesuch verbunden ist, kehren wir zurück nach Vathia und finden über dem Dorf einen Platz auf einem ehemaligen Basketballplatz. Ein Platz, wie er nicht schöner sein könnte. Bei Bier und Nudeln schauen wir auf einen erlebnisreichen Tag zurück. Wir bilden eine Kochgemeinschaft mit unserm Bullibekannten aus Aichach, der ebenfalls hierher gefunden hat; ihm ist das Gas ausgegangen. Nach dem Abendessen machen wir einen Spaziergang zum Friedhof, auf dem sich die Chefs der hiesigen Clans ihre Turmhäuschen in Reih und Glied aufstellen ließen.

Tag 17 – Sa. 11. Mai 2019 – Vathia – Krotonos

Nach einer sehr ruhigen Nacht über dem verlassenen Vathia zu unseren Füßen erwachen wir bei blauem Himmel und Windstille. Herrliche Aussichten, heute kann die Drohne ausfliegen. Nach üblichem Frühstück und Mini-Morgentoilette geht es weiter Richtung Norden. Auf der Ostseite der Mani wollen wir ein weiteres typischen Mani-Dorf erkunden, aber unser Navi hat eigene Vorstellungen und so nehmen wir die westliche, vermeintlich schnellere Route und landen in Krotonos. Wenig später gesellt sich in der Hafenbucht Tom in seinem blauen Bulli dazu. Ein kleiner aber feiner Strand in diesem Fischernest lädt zum Sonnenbad ein. Wie es aussieht, wollen wir einen Badetag einlegen. Wir finden einen Laden für Brot und Wasser. Zu Mittag gibt es heute Bier und Croissants mit Erdbeerfüllung. Im kleinen Cafe über der Bucht bestellen wir Kaffee und werfen einen Blick auf die Speisenkarte, vielleicht gehen wir hier am Abend essen, schließlich bezahlen wir hier keine Campingplatzgebühren. Unsere Nachbarn am Strand sind Camper, die wir von früheren Plätzen her kennen. Wir duschen kalt am Strand, sogar Lus lange Haare werden gewaschen. Gegen Abend kommt unter den Wohnmobilisten das Gerücht auf, dass es Samstagnacht am kleinen Strand sehr laut werden kann, dann wird die Dorfjugend losgelassen. Ein Peloponneserfahrener Italiener hat sein Gefährt schon am Ende der Mole platziert. Nach und nach finden sich hier alle WoMos aufgereiht dort ein. Ein schöner Platz mit Ausblick auf ein Inselchen in der Abendsonne. Ein schöner erholsamer Tag neigt sich mit Arrabiata und Rotwein dem Ende zu.

Tag 18 – So. 12. Mai 2019 – Krotonos – Mystra

Nach dem Frühstück noch zwei Stunden am Strand gelegen, ein Bad im Meer genommen, dann auf die lange Strecke nach Mystra gemacht. Irgendwann spielt das Navi verrückt und leitet uns auf eine wildromantische Bergstrecke durch das Taygetes-Gebirge. Nach einer Stunde auf engsten und abschüssigen Pisten sind wir wieder zurück auf der Hauptroute. Mitunter geht die enge Teerstraße in einen Schotterweg über. Es fehlen soviel Ortsschilder als auch Straßenbegrenzungen. Wir vermuten, dass die Bergbevölkerung hier auf Strom verzichten müssen, es sind keinerlei Leitungen neben dem Weg zu sehen. Wir verlassen für eine kurze Orientierung das Auto und stehen unvermittelt in einem Haufen von Patronenhülsen. Geschossen wird hier also auch. In Mystra erklimmen wir auf steilem Anstieg die byzantinische Burg, vorbei an Steinhaufen und alten Kirchen im byzantinischen Stil. Der ehemalige Palast ist eingerüstet und für Besucher nicht zugänglich. Lu, die zwischenzeitlich den Kontakt zu Winfried verloren hat, schleppt sich mit letzten Kraftanstrengungen zur Burg hoch, wo sie ihren Winfried vermutet. Dieser hat sich aber im Palastbereich auf einer wärmenden Mauer niedergelassen. Etwas angeschlagen finden wir Zuflucht an einem nahen Campingplatz mit dem Namen „Castle View“. Unter Olivenbäumen gehen wir früh und ohne Kartenspiel schlafen, am anderen Tag spätes Erwachen bei leichtem Regen. Nach Dusche, Frühstück und Verklappen des Bullimülls Weiterfahrt über Argos nach Mykene.

Tag 19 – Mo. 13. Mai 2019 – Mystra – Korinth

Besichtigung von Schliemanns Mykene. Imposante, etwas andere Befestigungsanlage als bisher gesehen. Bemerkenswert sind die sogenannten Schatzhäuser und natürlich das Löwentor. Ein Rundgang durchs Museum lohnt sich. Besonders gefielen uns die modern wirkenden Figuren, andere dagegen wirken überaus natürlich, fast realistisch. Erstaunlich auch die Gliederpuppen und der filigrane Schmuck. Weiterfahrt nach Korinth. Der Stellplatz am Meer erscheint uns zu unsicher, daher wechseln wir zum Camperstop im alten Korinth. Nach dem Einchecken noch einen kleinen Ausflug ins 400 m entfernte, frei zugängliche Areal des Theaters unternommen. Dann noch zur aktuellen Ausgrabung wo Lu ein kurzes Praktikum mit Eimerchen und Archäologenbesen absolviert, gesichertes Tonmaterial sichtet und dann wieder in ihre Touristenrolle zurückkehrt. Unruhige Nacht im hintersten Loch des Camperstops beim Hühnerstall mit viel Hundegebell verbracht.

Tag 20 – Di. 14. Mai 2019 – Korinth – Piräus

Frühstück und Morgentoilette wie gewohnt. Danach Besichtigung des alten Korinth. Die Latrinen sind nicht mehr zugänglich, dafür waren die Toiletten im Museum recht ordentlich. Die Ausgrabungsstätte ist groß und etwas unübersichtlich, ein Lageplan am Ticketschalter wäre hilfreich gewesen. In der Antike muss die Stadt recht ansehnlich gewesen sein, wir vermuten aber, dass sich unser Miesmacher Paulus wenig daraus gemacht hat. Nach der Besichtigung Weiterfahrt zum Isthmus, aber auf Anhieb keine geeignete Stelle für einen Blick auf den Kanal gefunden. An anderer Stelle machen wir an der Küste Mittagspause. Auf dem Campingtisch stehen Salat, Brot, Käse und der Rest unserer ungarischen Salami. Fünf Stunden vor der Abfahrt sind wir im Fährhafen von Piräus. Wir kaufen süße Croissants und trinken Bier im Schatten der Knossos (Name der Fähre). Um 18.00 Uhr stehen wir zum Verschiffen bereit, aber es dauert, bis alle Laster an Bord sind. Wir kommen erst gegen 20.00 Uhr an die Reihe. In unserer Kabine gehen wir früh zu Bett und Winfried kann sich ausgiebig darüber ärgern, dass er beim Verladen mit dem Fahrradträger gegen einen Lastwagen gefahren ist.

Tag 21 – Mi. 15. Mai 2019 – Heraklion – Lentas

Pünktlich um 7.30 Uhr laufen wir in den Hafen von Heraklion ein. Auf dem Autodeck müssen wir im Gestank der laufenden Dieselmotoren etwas warten, bis wir hinausfahren dürfen. Außer uns sind noch 2 andere Camper an Bord der Knossos gewesen. Auf bekannten Straßen fahren wir Richtung Agi Deka, dann führt uns das kluge Navi auf eine Schotterpiste nach Lentas. Hinter Krotonos erreichen wir wieder eine befestigte Straße und kommen gegen 10.00 Uhr an unser Ziel, den Petrakis-Beach. Aris sitzt auch der Terrasse und sagt, dass wir uns einen Platz ganz nach unserem Belieben aussuchen können. Leider gibt es nur Plätze in leichter Hanglage, da nutzen unsere Keile wenig, das Auto waagerecht zu stellen. Selbstverständlich dürfen wir Wasser und Toilette nutzen. Nach der Platzwahl fahren wir mit den Rädern nach Lentas und statten als Erstes dem El Greco einen Besuch ab. Da wir nun mal da sind, bestellen wir Greek Salad und Souvlaki und Zacharias ist ganz der alte, er vergisst auch den Raki nicht, nachdem ihn Lu diskret an den Lebenssaft erinnert hat. In Ditiko sind am Strand schon einige Hütten errichtet worden und im Ort stehen neue Häuser. Den Rest des Nachmittags verbringen wir, jeder an seinen Sachen arbeitend, auf dem Arisgelände.

Tag 22 – Do. 16. Mai 2019 – Petrakis Beach und Lentas

Wolkenlos blauer Himmel bei mäßig frischer Brise. Am Strand gelegen, am Computer gesessen, gelesen, bei Christina Brot, Tomaten, Gewürze, Wasser, Bier und Eier besorgt. Bei Aris ein Bier getrunken, einen Kirschcroissant geteilt und viele Erdnüsse vertilgt. Alle Batterieen sind wieder auf 100% und für den nächsten Tag wird die Drohne startklar gemacht. Für den Abend hat uns Aris Fisch versprochen, es gibt eine Fischplatte mit etwa zehn unterschiedlichen Fischen, welcher davon der beste ist will Aris von uns wissen. Wir haben keine Ahnung und deuten auf ein beliebiges Exemplar. Nein, belehrt und Aris, es ist der mit der etwas pinkfarbenen Haut.

Tag 23 – Fr. 17. Mai 2019 – Petrakis Beach – Dracula Schlucht

Schon vor 8.00 Uhr ruft Winfried zum Frühstück. Vorn auf der kleinen Klippe über dem Meer ist der Frühstückstisch bereits gedeckt und in einem Glas stehen Mohnblumen zum Geburtstag. Das fängt ja gut an. Nach dem Frühstück packen wir die Badesachen und die Drohne in unsere Rucksäcke und machen uns mit unseren Rädern auf zur Dracula-Schlucht. Zunächst geht es recht holprig zumeist auf Schotter zum Hafen von Loutra. Wir finden keinen geeigneten Ort zum Festmachen der Räder und beschließen auf den Berg zu fahren und dort zu parken. Gesagt, getan, oben angelangt stellen wir die Räder ab und oje, es kommt ein Auto. Aus der Traum, heute als erste durch die Schlucht zu gehen und allein am Strand zu sein, um in aller Ruhe ein paar schöne Aufnahmen mit der Drohne zu machen. Etwas verstimmt steigen wir in die Schlucht hinab. Winfried verschwindet mit der Drohne in eine seitlich gelegene Schlucht, Lu geht weiter Richtung Bucht. Es wird ein beschaulicher Badetag. Auf dem Rückweg wird noch eine Sequenz mit der Drohnenkamera gedreht. Zurück am Bulli genehmigen wir uns ein Mythos bei Aris. Unser 10-Liter Wassersack spendiert uns eine warme Dusche. Herrlich. Gegen halb sechs und wandern den Küstenpfad entlang nach Lentas. Das Geburtstagsessen gibt es natürlich im El Greco. Das Lokal ist zu dieser Zeit noch leer und wir werden von Zacharias freudig begrüßt. Wir studieren die Karten: Winfried möchte Souvlaki, diesmal vom Huhn, als Appetizer Tsatsiki. Lu will sich zuerst das Tagesangebot in der Küche ansehen und dann entscheiden. Alles sieht total lecker aus. Lu wählt Auberginenauflauf mit Kartoffeln, Zwiebeln, Schafskäse etc. Winfried bestellt sich ebenfalls eine kleine Portion und außerdem gefüllte Zucchiniblüten. Zacharias meint grinsend, es würde jetzt reichen. Alles schmeckt vorzüglich, die Zucchiniblüten sind der Hammer. Der Wein ist sehr süffig und schon bald müssen wir ein Viertel nachbestellen. Wir wollen eigentlich aufbrechen, bevor uns die Nacht ganz einhüllt, aber bei Zacharias gibt es so schnell kein Ende. Nach dreifacher Nachspeise und zwei Krügelchen Raki verlassen wir gegen 10 Uhr das El Greco und treten mit unseren Stirnlampen bewaffnet den Rückweg zu unserem Bus am Petrakis Beach an. Bei Aris trinken wir noch eine Flasche Wasser, er wartet noch auf neue Gäste. Auch zwei Freiburger, die seit 2 Wochen schon den Rapunzelturm bewohnen sind noch auf. Gegen halb eins kriechen wir in unseren Bulli. Ein schöner Geburtstag findet sein Ende.

Tag 24 – Sa 18. Mai 2019 – Petrakis Beach

Strandtag, mittags griechischer Salat und Bier in Aris Strandkneipe. Heute ist der smarte Sohn Costas Kneipier. Gegen halb vier fahren wir mit dem Rad nach Ditiko und trinken Bier im Odysseus. Auch heute sind die üblichen verhauten Typen da, der weißhaarige mit dem langen Bart schlürft an uns vorbei auf Clo. Ein weiterer ausgemergelter Typ brabbelt unentwegt auf einen anderen Gast an der gegenüberliegenden Ecke der Kneipe ein. Dann kommt ein weiterer strähnig mittelalterlicher Typ, zuzelt an seinem Joint und verschwindet dann mehr kriechend als gehend im Obergeschoss. Wir fahren zurück nach Lentas und kaufen bei Christina wie üblich Wasser, Brot, Tomaten und Schafskäse. Bis 19.00 Uhr war die Taverne Anatoli geschlossen, der Hunger ließ uns Spaghetti kochen und kaum begonnen öffnete die Kneipe. Später bei frisch gepresstem O-Saft und großem Joghurt mit Honig kündigen wir an, dass wir am Montag das Feld räumen wollen. Aris meint, dass wir den ganzen Sommer bleiben könnten. Früh ins Bett und eine angenehme Nacht verbracht.

Tag 25 – So. 19. Mai 2019 – Petrakis Beach – Ditiko

Opulentes Frühstück mit Ei, erfolgreicher Drohnenflug, baden in Ditiko. Überraschender Einfall von Wini: 3 Tage Verlängerung in der Pension Voula in DItiko, je Nacht zu 35 Euro ab Montag. Zurück über Christina, Einkauf Erdbeeren, Wein, Croissants und Zitronen. Anschließend kleine Fotosession vorne am Felsen über dem Meer, die üblich Heißwasserdusche über unseren Kanister. Heute ist das Wasser so warm, dass man fast kalt nachgießen muss.

Tag 26 – Mo. 20. Mai 2019 – Aufbruch Petrakis – Ortswechsel nach Ditiko

Zum letzten Mal Frühstück auf dem Felsvorsprung über dem Meer, Vorbereitungen für den Aufbruch, Abschied von Aris und Costas mit sentimentalem Anflug. Wir fahren zunächst nach Lentas und parken unser Auto am Hauptplatz. Wir steigen hinauf auf Rücken und Kopf des weinenden Löwen. Es ist schwül und schweißtreibend, aber die schönen Rundumblicke entschädigen uns für die Anstrengung. Von ganz oben übersieht man die Buchten von Lentas und Petrakis Beach im Osten, Ditiko mit seinem langen Sandstrand im Westen und in der Ferne ahnt man im Dunst die Tankbehälter auf der Insel vor Kali Limines. Zurück vom Berg begeben wir uns auf die Suche nach der Höhle, in der Kazantzakis seiner Eleni aus Goethe vorgelesen hat. Es soll über der Taverne Nikita gewesen sein. Nikita, das ist die letzte Taverne ganz am Ende der Bucht, sie hat ganz sichtbar schon einige Tage auf dem Buckel. Wir trinken auf der Terrasse über dem Meer frisch gepressten O-Saft und fragen nach der Höhle. Direkt die Treppe beim Haus hoch und um den schäbigen Zaun herum thront sie etwa 20 Meter über dem Haus. Zunächst zweifelnd, dann aber sicher, hier ist die richtige Höhle. Winfried klettert über die Felsen zum Eingang und macht Fotos. Erst jetzt entdecken wir das Hinweisschild auf Kazantzakis in der Maccia am Fuße der Höhle. Wieder am Auto geht es nach Ditiko. Wir beziehen unser Quartier und trinken noch einen griechischen Kaffee, den uns die Wirtin serviert. Den weiteren Tag verbringen wir mit Einkaufen im Minimarkt und am Strand direkt unter unserer Unterkunft. Am späten Nachmittag kurze Begegnung mit einem Aussteiger, er ist Holländer, lebt im einzigen Wohnmobil hier am Hang über dem Strand. Er ist LKW-Fahrer, hat seine Wohnung aufgegeben, arbeitet das halbe Jahr und in der anderen Hälfte macht er Urlaub. Abends mit dem Fahrrad nach Lentas. Nichts Neues am Ausgrabungsgelände. Gegen halb sieben ins El Greco. Schon sind drei Tische besetzt. Zacharias, die Ratschkattl kommt kaum um die Runden. Niko muss immer wieder beim Servieren helfen. Das Essen ist vorzüglich wie immer. Die Lautstärke steigt mit der Zahl der Gäste. Die Brüder meinen „it’s because the sea is running“. Nach zwei Karaffen Raki, einer Wasserflasche Raki als Geschenk und Umarmungen und den Versicherungen gegenseitiger Wertschätzung verlassen wir kurz vor zehn das Lokal.

Tag 27 – Di. 21. Mai 2019 – Ditiko

Heute ist Forschungs-, Arbeits- und Badetag. Am Morgen zeigt sich der Himmel grau und es ist windig, im Laufe des Tages wechseln sonnige Abschnitte mit solchen trüben Himmels. Winfried forscht oben vor unserem Zimmer, Lu geht runter auf die Terrasse des Internets wegen. Winfried flüchtet sich vor dem Wind an den Strand, Lu folgt eine Stunde später. Mit zweimal Abkühlen im Meer, Schlafen, Bier trinken, Dösen, Croissants essen und Vorlesen aus dem Buch „Das finstere Tal“ vergehen Mittag und Nachmittag. Nach der Dusche gehen wir noch mal für eine Stunde unseren Arbeiten nach. Lu kommt aber kaum voran, da die alte Wirtin gleich wieder zur Stelle ist. Im Cafe Relax gegenüber essen wir zu Abend. Souvlaki vom Huhn für Winfried, Hähnchengiros für Lu.

Tag 28 – Mi. 22. Mai 2019 – Ditiko

Arbeits- und Strandtag. Nach dem Frühstück die anfallende Arbeit erledigt, dann hinunter zum Strand. Winfried bricht schon etwas früher auf. Als ich nachkomme und nach Stangen für ein Sonnensegel suche, spricht mich eine ältere Dame an und bittet mich, ihr den Rücken einzucremen. Wir reden so über dies und jenes so eine halbe Stunde lang. Ihr Mann, erfahre ich, ist letzten September gestorben und nun verreist sie zum ersten Mal in ihrem Leben allein. Zu Mittag essen wir griechischen Salat und trinken Bier bei unserer alten Wirtin. Am Nachmittag sind wir wieder am Strand. Nach einer ausgiebigen Dusche fahren wir mit unseren Rädern nach Lentas. Wir wollen Arn Strohmeyers Buch kaufen, das in einer Neuauflage erschienen ist und von dem auch die neue Strandbekanntschaft erzählt hat. Dummer weise hat der Souvenirladen gerade geschlossen und so gehen wir etwas unentschlossen ins Poseidon am Hauptplatz zum Abendessen. Unser junger Wirt Jorges, zu deutsch Georg, ist sehr zuvorkommend, er spricht Deutsch, hat eine deutsche Mutter und sagt, dass Lentas so bleiben muss wie es ist. Große Hotels will man hier nicht haben, nach Lentas soll kommen, wer den Ort wegen seiner abgeschiedenen Lage liebt. Als Vorspeise gibt es Reis mit gefüllten Zucciniblüten, sie schmecken nicht schlecht und halten den Vergleich mit dem El Greco aus. Winfrieds Hähnchensouflaki wird auf einer Art Galgen serviert, unter dem hängenden Spieß ein Drahtkörbchen mit Pommes. Dazu für uns beide noch Tsaziki. Lu bekommt ihr Mousaka, alles ist recht schmackhaft, auch die gereichte Vorspeise, eine Art Hähnchenleberpastete, deren speziellen Namen wir vergessen haben, dazu kretische Oliven und Weißbrot. Kaum sind wir mit dem Essen fertig, kommt der junge Wirt mit einer Karaffe Raki zum Nachtisch. Es bleibt nicht bei einem Gläschen, immer wieder kommt der Jorges mit seiner Rakiflasche vorbei und gießt nach. Lu fragt, welchen Raki man hier am besten kaufen soll, da wir gerne einen mit nach Hause nehmen wollen. Jorges sagt ein paar Worte zu seiner Angestellten und schon steht eine Wasserflasche, gefüllt mit einem Liter Raki als Geschenk des Hauses auf dem Tisch. So ordentlich abgefüllt fahren wir zurück nach Ditiko, wo uns die alte Wirtin auflauert und uns ebenfalls noch eine Runde Raki mit Erdnüssen ausgibt. In dieser Nacht schlafen wir beide nicht sonderlich gut.

Tag 29 – Do. 23. Mai 2019 – Ditiko

Frühstück wie gewohnt. Wir packen unsere Sachen ins Auto und begleichen bei unserer Wirtin die Rechnung. Im Supermarkt versorgen wir uns mit Wasser, Tomaten, Käse und Bier. Wir fahren die Asterousia-Berge hinauf und werfen einen letzten Blick auf Lentas und Loutra. In Gortys, der antiken Hauptstadt Kretas, legen wir eine erste Zwischenstation ein. Winfried verschwindet im Olivenhain und lässt sich erst nach einer Stunde wieder sehen. Er musste noch das Baptisterium  aufsuchen und beim Apollotempel dem Gott des Meeres ein Urinopfer darbringen. Die Weiterfahrt führt uns durch die wilden Berglandschaften des Dikti-Gebirges nach Myrtos. Einen kurzen Zwischenstopp legen wir in Ano Viannos bei einem Denkmal für die Opfer der deutschen Besatzung ein, hier wurden über 400 Menschen aus den umliegenden Dörfern umgebracht, weil sie angeblich den Partisanen geholfen haben.

Wir fahren im Schritttempo durch die engen Gassen von Myrtos und finden einen Stellplatz ca. 2 km Richtung Tertsa direkt an der Küstenstraße. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Strand.

Tag 30 – Fr. 24. Mai 2019 – Myrtos – Makrigialos

Früh aufgestanden und erfolgreiche Drohnenflüge am menschenleeren Strand durchgeführt. Nach dem Frühstück Radausflug nach Tertsa an einer schönen Uferstraße entlang. Kleines Örtchen, das scheinbar nur aus Tavernen besteht, aber recht ruhig ist. Wenn wir hier einen geeigneten Platz für unseren Bulli gefunden hätten, wären wir glatt noch eine Nacht in dieser herrlichen Gegend geblieben. Nach einem kurzen Sonnenbad zurück zum Auto, dann über Ierapetra nach Makrigialos. Im Hafengebiet schöne Ansichten mit liebevoll restaurierten alten Fischerhäusern. Das Büro für Koufonisi-Fahrten gefunden, dann ein Anlegerbier am schmalen Sandstrand, hier ist der feiste Sand, den wir bisher auf unserer Reise erlebt haben. Wir staksen im flachen Wasser herum und erkennen: Makrigialos ist insgesamt keine optische Offenbarung, verfügt aber über Supermärkte in großer Zahl. Was uns auf der Fahrt nach Ierapetra aufgefallen ist: quadratkilometergroße Plastikgewächshäuser in der Ebene und auf den Hängen. Nach dem Einkauf fahren wir zurück nach Ierapetra, am Ostrand der Stadt liegt der Campingplatz. Umgeben von Landsleuten finden wir auf dem geräumigen Platz eine ausreichend große Parzelle für unseren Bulli. Heute wird große Wäsche gemacht, da wir eine Waschmaschine nutzen können. Lu kocht Ratatouille und das schmeckt wie immer großartig. Gegen Abend bezieht eine griechische Familie lautstark mit Wohnwagen die Bucht uns gegenüber. Die beiden Jungs, etwas fünf bis sieben Jahre alt, spielen Fußball. Winfried muss sich schon aufregen, die Bälle donnern gegen eine Bretterwand. Bis spät in die Nacht geht es rund, Partylärm von wo auch immer lässt uns nach Ohrstöpseln suchen.

Tag 31 – Sa. 25. Mai 2019 – Makrigialos – Goudouras – Koufonisi

Wir verbringen trotz der versch. Lärmkulissen eine erholsame Nacht und stehen früh auf, da wir um 10.45 Uhr mit dem Boot von Makrigialos nach Koufonisi übersetzen wollen. Leider müssen wir vor Ort feststellen, dass für diesen Service heuer die Saison noch nicht begonnen hat. Eine Tavernen-Wirtin am Hafen meint, so in 4 bis 5 Tagen würde es heuer erst losgehen. Wieder zurück am zentralen Parkplatz spricht uns ein älterer Herr auf Deutsch an. Er will wissen, ob unsere Autonummer auf Regensburg hindeutet. Er war, wie er uns erzählt in der Touristikbranche tätig, heißt Konstantin und hat 2 km von hier, 100 Meter hinter der Brücke über den Fluss, der heuer stark über die Ufer getreten ist und einige Schäden verursacht hat, ein blaues Haus. Dort sollen wir uns aus seinem Garten Zwiebeln holen. Seit er Rente bekommt, baut er Gemüse an, biologisch, versteht sich. Wir verabschieden uns mit mehrfachem Händedruck und fahren weiter Richtung Gouderas und zum Kloster Moni Kapsa. Dort sollen wir, wie uns Konstantin rät, durch eine Tür gehen, die die Touristen nicht kennen. Ist man durch die Tür gekommen, hat man den besten Blick weit und breit. Auf der Hinfahrt fällt uns das Kloster nicht auf und so sind wir schon bald in Gouderas. Wir wandern von der Drohne über uns begleitet am steinigen Ufer entlang fast bis zum Kap. Als sich nach einer Biegung endlich Koufonisi am Horizont abzeichnet, ist die Kapazität der Drohne erschöpft, doch ein paar tolle Aufnahmen sind im Kasten. Auf dem Rückweg, dieses Mal sind wir etwas aufmerksamer, halten wir am Fuße des Klosters, steigen hinauf, alles ist still, kein Mensch ist zu sehen, es ist kurz vor 13 Uhr. Wir wandern zur oberhalb des Klosters gelegenen Höhle des Eremiten. Ein enges und muffiges Gewölbe, in dem Gläubige ihre Kettchen hinterlassen haben und wohl auch ihre Sekrete. Zurück am Auto rüsten wir uns für eine Wanderung durch die „Perivolakion“-Schlucht. Mit Bier und den obligaten Croissants im Rucksack marschieren wir bei steilstem Sonnenstand los. Blühende Oleanderbüsche und riesige Felsbrocken lassen den Weg  in tausend Windungen immer wieder die seltsamsten Richtungen einschlagen. Der Fluss führt jetzt kaum noch Wasser, aber im Frühjahr haben die Wassermassen überall sichtbare Spuren hinterlassen. Viele Oleanderbäume haben sich unter dem Druck des Wassers flach auf den Boden gelegt und noch nicht wieder aufgerichtet. Nach einer halben Stunde suchen wir ein Schattenplätzchen zwischen zwei Felswänden, doch die Sonne dringt bald auch hier vor und so treten wir kaum gestärkt wieder den Rückweg an. Auf dem Rückweg halten wir Ausschau nach Konstantins blauem Haus und bleiben schließlich vor zwei blauen Häusern stehen. Wo wohnt Konstantin und wo ist der Garten des Paradieses? Plötzlich taucht unser Mann vor einem der Häuser auf. Aus seinem Garten, der eigentlich überall ist und jeden freien Quadratmeter einnimmt, packt er uns eine Tüte mit Zwiebeln, Paprika, Salat, Petersilie, Rote Beete und Pfefferminzblättern. Auberginen und Gurken brauchen noch etwas Zeit bis zur Ernte. Er erzählt uns dann, dass sein Bruder Georges seit Jahren mit seiner deutschen Frau Ingrid in Regensburg lebt. Er notiert seinen und den Namen des Bruders auf einen Zettel. Wir bedanken uns vielmals, sind etwas beschämt, dass wir kein Gegengeschenk haben und fahren dann zurück zum Campingplatz.

Tag 32 – So. 26. Mai 2019 – Xerokambos

Wir versorgen uns mit frischem Wasser und fahren nach dem Frühstück in Richtung Zakros. Beim Bezahlen der Campinggebühr kommen wir mit dem Betreiber des Platzes ins Gespräch, ein netter Herr, der uns den Wasserschlauch zum Abspritzen unseres Solarpaneels  zur Verfügung stellt und uns dann noch mit einer Tüte Tomaten aus dem eigenen Garten beschenkt. Unterwegs Fotostop und Drohneneinsatz, als über den Bergen wieder die Insel Koufonisi auftaucht; so nahe waren wir dem geheimnisvollen Ort aus Winfrieds Roman noch nie. Weiterfahrt über Gououras nach Ziros. Nochmals ein kleiner Drohneneinsatz auf der anderen Seite des Kaps. Unten im Industriehafen liegt ein weiterer Schauplatz aus dem „falschen Gelehrten“; wir lassen ihn links liegen, weil die im Roman beschriebene Hütte nicht da ist und kein Anlass besteht, eine Szene nachzudrehen. Bergan nach Ziros folgen wir der serpentinenreichen Straße nach Xerokambos. Hier gibt es kaum noch Anzeichen von Zivilisation ist von einer Macchia in mit Ginsterbüschen in üppigem Gelb überzogen, dazwischen Rosmarin und unbekanntes Gestrüpp. Als das Meer dann nach der hundertsten Kurve wieder auftaucht, haben wir erneut eine phantastische Sicht auf Koufonisi, ein Drohneneinsatz ist jetzt unumgänglich. Wir kommen der Küste näher, türkisblaues Wasser, eine kleine Ansiedelung, etwas abseits, nur über eins Schotterpiste erreichbar, eine kleine Bucht, in der wir einige Wohnmobile ausmachen. Wir beschließen, hier unsere Mittagspause zu verbringen. Als wir dort sind, steht fest, dass wir hier auch eine Nacht verbringen wollen. Wir stehen direkt am Meer. In der Bucht gibt es keine Brandung, nur ein leises Plätschern der Wellen ist hörbar. Das Wasser ist extrem klar und sauber. Nach Bier, Croissant und kurzem Fußbad machen wir uns auf, den felsigen Hügel hinter uns zu besteigen. Wieder durch die Macchia, durch Thymian, Rosmarin und stachelige Büsche  zwischen schroffen Steinen steil nach oben bis zum Gipfel. Dort fliegt dem Winfried im böigen Wind der Hut vom Kopf und segelt im weiten Bogen in die Tiefe. Wir hatten ihn schon aufgegeben, da entdeckt Lu ihn am Fuße des Berges im braunen Gestrüpp. Wieder unten angekommen, können wir den Hut nicht finden und so steigt Lu nochmals auf den Gipfel hinauf und dirigiert von oben Winfried an die richtige Stelle zum Hut.

Tag 33 – Mo. 27. Mai 2019 – Xerokambos – Kato Zakros

Früh aufgestanden, da zwei Fischer neben uns lautstark ihre Boote zu Wasser ließen. Nach dem Frühstück dann ein wenig Arbeit an Épinay und einem Banner fürs Internet. Jeder hat da so seine Beschäftigung. Nach einem kurzen Bad im Meer brechen wir gegen 10 Uhr auf. Die nächste Pause legen wir aber schon am Ortsrand von Xerokambos ein: wir entdecken einen Lagunenstrand, wunderbar flach und feinster Sand in Hülle und Fülle. Weiterfahrt nach Zakros und Kato Zakros. Die Besichtigung des minoischen Palastgeländes ist wenig ergiebig zumal wir hier nicht die erwarteten Schildkröten in den Sumpftümpeln entdecken können. Zurück nach Zakros zum Einkauf und dann eine sehr schöne, aber auch anstrengende Wanderung durch die Schlucht der Toten. Die Minoer haben hier in Höhlen ihre Toten begraben und Winfried hätte man fast dazulegen können, er schwächelt etwas und hat vermutlich einen Sonnenstich abbekommen. Besonders imposant war der Oleanderwald zu beiden Seiten des Flusses am Grunde der Schlucht. Wir fahren zurück nach Kato Zakros, nehmen am Strand eine Dusche und in einer Taverne unser Souvlaki. Freundlicher  und guter Service, das Essen schmeckt und auf dem Parkplatz an der Straße verbringen wir eine erholsame und kostenlose Nacht.

Tag 34 – Di. 28. Mai 2019 – Kato Zakros – Itanos

Wir stehen früh auf und verlassen in Windeseile noch vor 8 Uhr unseren Übernachtungsplatz, könnte ja sein, dass noch jemand zum Abkassieren kommt. Unser Frühstück wollen wir irgendwo in den Bergen einnehmen, doch dann fahren wir bis Palekastro und dort wieder ans Meer. Der Strand ist übersät mit Verbotsschildern und der Wind ist so heftig, dass ein Frühstück im Freien nicht möglich ist. Wir verzehren unsere übliche Morgenmahlzeit und geben heute ausnahmsweise eine leckere Zwiebel aus Konstantins Garten hinzu. Wir fahren weiter Richtung Toplou, aber unser Navi führt uns nicht auf dem kürzesten Weg dorthin, sondern erst einmal Richtung Norden. Als wir feststellen müssen, das Vai, Kretas berühmter Palmenstrand, nur noch einen Katzensprung entfernt liegt, beschließen wir doch noch hinzufahren, zumindest kurz, dem Touristenrummel wollen wir uns nicht ergeben. Wir verpassen die Abfahrt zum Beach und landen ganz gegen unsere Absicht bei den Resten der antiken Stadt Itanos. Drei wunderschöne Badebuchten, fast kein Mensch hier und so beschließen wir nach kurzer Besichtigung einiger Überreste antiker Zivilisation hier zu bleiben. Wir machen die linke Bucht zur Badebucht und da es drückend heißt ist, stürzen wir uns alle paar Minuten in die Fluten. Das ist eine schöne Kulisse hier, wir beschließen auch die Nacht im Banne der Jahrtausende hier zu verbringen. Am späten Nachmittag fahren wir mit den Rädern zum Palmenstrand nach Vai und erleben einen schlimmen Touristenrummel. Schon einen halben Kilometer vor Erreichen des Strandes wartet ein Parkplatzkassier auf seine Opfer. Der Strand selber ist komplett durchorganisiert, die Palmen sind zweifellos schön und ungewöhnlich, aber der Rest ist Plastik. Wir wandern zum Aussichtspunkt und weiter zum Nudistenstrand und nehmen kurz entschlossen noch ein Bad im Meer. Auf dem Rückweg kaufen wir an einem Straßenstand sehr schmackhaft Bananen und Feigen direkt vom Bauern. Zurück im archäologischen Gelände gibt es noch eine Lesung aus unserem Reisebuch, dann Dusche am Auto und zur Stärkung Nudeln arrabiata mit Bier. Später parkt noch ein weißer Lieferwagen in unserer Nähe, der Fahrer nimmt ein Bad im Meer und sitzt dann lange Zeit in seinem Auto. Es ist längst dunkel geworden und wir fragen uns, was der Mann vorhat. Sollen wir hier wirklich übernachten? Irgendwann fährt er dann weg, ich sehe, wie die Rückleuchten am Horizont verschwinden, jetzt sind wir bis auf ein junges Paar, das sich in seinen Pkw verkrochen hat, allein auf weiter Flur. Wohin werden uns die Träume heute Nacht führen?

Tag 35 – Mi. 29. Mai 2019 – Itano – Malia

Bei Sonnenaufgang Drohnenflug über das Ausgrabungsgelände, normalerweise ist das verboten, aber hier ist kein Schild und kein Wächter. Zum Frühstück gibt es heute einmal Haferflocken in Bananenbrei. Wir nehmen ein zweistündiges Sonnenbad in der nördlichsten der drei Buchten. Wir beobachten einen Autisten, wie er sich aus einer Felsspalte ein Brett holt und damit seinen Liegeplatz ebnet, der Mann baut direkt neben uns sein Lager auf. Später kommt noch ein Ehepaar aus Franken hinzu, die sonst auch gerne auf Capri oder Ischia weilen. Wir brechen gegen 11 Uhr auf und fahren zum Kloster Toplou wo schon drei Busse ihren blassen Inhalt entleert haben. Wir haben keine Lust hier Eintritt zu zahlen und ziehen wieder ab. Eine schöne Bergstrecke führt uns nach Mohlos, dort aber nicht lange geblieben, wir fahren weiter zur Kirche Panagria Kera mit ihren schönen Wandmalereien und dann hinauf zum Bergdorf Kritsa, aber die minoische Ausgrabungsstätte hatte bereits um 15.00 Uhr ihre Tore geschlossen. Da Winfrieds Laune seit dem mittäglichen Besuch von Lidl auf einem Tiefpunkt angekommen war, gab es jetzt nur noch die Möglichkeit den nächstmöglichen Campingplatz aufzusuchen. Hinzu kam, dass wir heute seit 7.00 Uhr nichts mehr gegessen haben. Da lockt dann schon ein reichhaltiges Abendessen mit Salat, Wurst und Käse auf dem Campingplatz Sisi, einer in die Jahre gekommenen Anlage mit morbidem Charme, wie Winfried meint. Am Pool gibt es trotz nicht zu leugnender Verfallserscheinungen den besten Internetzugang des Tages.

Tag 36 – Do. 30. Mai 2019 – Sisi

Unser geruhsamer Tag beginnt mit dem obligatorischen Frühstück. Danach ist „privat time“, was so viel heißt wie, jeder macht, was er will. Wir wollen mindestens noch einen Tag auf diesem Campingplatz bleiben. Winfried macht sich an seine Übersetzungen und Lu arbeitet versch. kleine Aufträge ab und erledigt die Steuer für Mai. Zu Mittag gibt es eine kleine Brotzeit, anschließend wandern wir am Meeresufer entlang bis zu minoischen Ausgrabung von Malia. Die Küste ist hier sehr felsig, es gibt so gut wie keine Sandstrände. Das Gestein, ein Konglomerat aus Kiesel in einer Art Beton verbacken, ist extrem scharfkantig. Das antike Malia ist, obwohl auch hier kaum mehr als ein paar Mauerreste vorhanden sind, sehr beeindruckend. Eine so labyrinthisch angelegte Palastanlage haben wir außer in Knossos noch nicht gesehen. Nach der Rückkehr erleben wir ein Kontrastprogramm in Sisi, das sich ganz dem Tourismus ergeben hat. Einkauf im Supermarkt, Bad im Pool, hervorragendes Abendessen: Eier mit Pilzen und Petersilie, dazu Wein vom Betreiber des Campingplatzes. Tagebucheintragungen bei Sonnenuntergang, anschließend Literatur am Abend.

Tag 37 – Fr. 31. Mai 2019 – Sisi

Wir beschließen auf dem Campingplatz zu bleiben und wollen den Tag mit Schwimmen, Sonnen, Lesen, Essen, Schlafen und gelegentlichem Arbeiten verbringen. Am frühen Nachmittag Ausflug mit dem Rad nach Malia, dem Vorhof zur Hölle. Hier geraten wir auf dem Weg zum Strand in eine andere Welt. Eine Animierbude neben der anderen, eine Mischung aus Volksfest und Geisterbahn. Aufgemotzte Weiber und rauschige Typen, dazwischen traurige, verlorene Gestalten, die das, was sie sehen, nicht glauben können. Als wir nach mehr als einem Kilometer Budenzauber am Strand ankommen, erreicht das Grauen seine Spitze; wer hier Urlaub machen muss, ist zu bedauern. Ein 5 Sterne-Hotel gruppiert seine Gäste vor sich in Kohorten am Strand auf Liegen, grausamer Anblick. Auf dem Rückweg kommen uns unzählige Busse entgegen, die ihre Tagesausflügler in die Hotelburgen zurückbringen. Auf uns wartet eine anderer Höhepunkt, raus aus der Hölle von Malia hinein ins Spaghettiland am heimischen Herd und heute sind die Nudeln ganz ausgezeichnet und ebenso ein Labsal ist der rote Wein von unserem Campingwirt.

Tag 38 – Sa. 1. Juni 2019 – Sisi

Frühstück, Pool, Arbeit. Mittags Bier, Croissants und Mittagsschlaf. Gegen Abend zu Fuß am Meer entlang zum Abendessen in die Taverne Remezzo. Gutes Essen.

Tag 39 – So. 2. Juni 2019 – Sisi

Vormittags Arbeit am Pool, mittags Umzug innerhalb des Campingplatzes, da eine Camper aus Bonn mit seinem dunklen Geheimnis, ohne es für uns zu lüften, den Platz verlässt. Wir haben seine Frau schon seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag mit Schlafen, Lesen und Zeichnen. In unserer Lektüre steht jetzt der Showdown an: Greiner räumt auf. Am Abend unser Sonntagsessen: Pene al arrabiata.

Tag 40 – Mo. 3. Juni 2019 – Sisi

Wie gehabt: Frühstück, Arbeit, Pool und Einkauf. Heute kommt zum Üblichen noch Autowaschen und Auffüllen der Wasserbestände hinzu. Mittagsschlaf am Pool, Tratsch mit den polnischen Nachbarn aus Schwäbisch-Hall. Die Leute werden uns zunehmend sympathisch, zum ersten Mal haben wir sie auf einem Campingplatz bei Ierapetra getroffen. Ihr besonderes Merkmal: ein kranker Hund, fast blind und taub. Lu nimmt ein gefährliches Bad bei den Klippen, nachdem ihr ein Neuankömmling aus Ostfriesland eine passende Stelle für den Einstieg gezeigt hat. Interessant, es gibt Höhlen, die zum Teil unter dem Uferweg liegen, von oben sind sie nicht zu sehen. Greiners Showdown-Lesung folgt am Spätnachmittag, danach kocht Lu ihr vortreffliches Ratatouille.

Tag 41 – Di. 4. Juni 2019 – Sisi – Heraklion

Nach Frühstück und Klar-Schiff-Machen Abschied vom Campingwirt und Fahrt nach Heraklion. Der Hafen ist schnell gefunden, schon von Weitem ist der dominante rot-weiß gestrichene Kamin der Minoan Fähre zu sehen. Es ist wieder die Knossos-Palace, die uns heute Nacht nach Piräus bringen wird. Nach Bestätigung der Tickets im Hafenbüro zu Fuß ins Zentrum von Heraklion. Durch die Fußgängerzone, die irgendwie allen Fußgängerzonen gleicht suchen wir den Weg zum Archäologischen Museum. Sehr schöne Exponate aus minoischer Zeit, die griechisch-römische Abteilung ist leider geschlossen. Wir flanieren anschließend durch die Gassen, kaufen für Winfried eine Badehose und für Lu einen Bikini. Zu Mittag essen wir in einem Lokal, das durch weniger aufdringliche Anmache besticht. Es ist, wie man sagt, gut und günstig. Wir wandern weiter Richtung Meer zur venezianischen Festung, die leider an diesem Tag nicht zu besichtigen ist. Dann zieht sich der Nachmittag etwas hin, das übliche Geplänkel an Fähr- oder Flughafen, um 18.00 Uhr können wir einchecken.

Tag 42 – Mi. 5. Juni 2019 – Piräus – Neo Epidavros

Die Nacht auf der Fähre war für uns beide wenig erholsam. Starker Dieselgeruch in der Kabine, es rattert und klappert in einem fort. Die Hafeneinfahrt wird zunächst von zwei auslaufenden Fähren der Blue-Star-Line blockiert. Gegen halb neun Uhr können wir die Fähre verlassen und quälen uns durch den morgendlichen Berufsverkehr von Piräus. Unsere erste Anlaufstelle ist heute Neo-Epidavros-Beach. Der lange Strand, an dem die Straße entlangführt, wird von Tamarisken gesäumt. Wir parken zwischen zwei Bäumen und nehmen erst einmal unser Frühstück ein. Wir versuchen am Strand ein wenig Schlaf nachzuholen, mit mäßigem Erfolg. Als Übernachtungsplatz scheint uns dieser Ort wenig geeignet zu sein. Am frühen Nachmittag brechen wir auf und fahren zum Kalamaki-Beach. Zwei Womos stehen bereits da, wir stellen uns links daneben. Schöner Blick auf den kleinen Strand, Palmen, einige Badegäste, mit zwei Österreichern kommen wir schnell ins Gespräch, netter Austausch von Reiseerfahrungen. Lu beginnt alsbald mit ihrem Projekt „Stellplatz gegen Abfallbeseitigung“ und sammelt Plastikmüll und Zigarettenstummel am Strand ein. Prompt wird sie von einer Deutschen angesprochen, die seit 20 Jahren hier in der Gegend lebt. Sie bedankt sich bei Lu für diese Aktion. Gewitter und kleine Regenschauer vertreiben die Badegäste, aber es dauert nicht lange, da scheint schon wieder die Sonne auf einen sauberen Strandabschnitt.

Tag 43 – Do.6. Juni 2019 – Neo-Epidavros

Wir verabschieden unsere flüchtigen Bekannten aus Österreich und Holland und platzieren unseren Bulli unter die beiden dominanten Palmen. Wir verbringen einen weitgehend geruhsamen Vormittag am Saronischen Golf, sind mal am Meer, mal am Bulli, Sonnenbaden und Arbeiten. Von einem vorbeikommenden Händler kaufen wir vorzüglich schmeckende Kirschen und distanzlose Griechen machen sich neben unserer Decke am Strand breit. Nach etwa einer Stunde wirft Lu das Handtuch und zieht sich zum Bulli zurück. Mit dem Rad fahren wir in die Nachbarbucht und schnorcheln zu einer versunkenen römischen Villa im antiken Hafen. Wir haben tatsächlich auch was gesehen: ein Mauerbogen aus fein gefügten Ziegeln und verstreut weitere Mauerreste. Auf der Rückfahrt Brot gekauft und unser verspätetes Mittagsessen eingenommen. Nacheinander kommen zwei Wohnmobile, die sich direkt am Meer vor unserer Nase positionieren – ein Grieche und ein Holländer. Zum Essen gibt es wieder einmal Pilze mit Rührei und Brot. Am Abend spazieren wir in den Ort und schauen, was die Leute im Restaurant so zu sich nehmen, wir brauchen die Konkurrenz nicht zu scheuen.

Tag 44 – Fr. 7. Juni 2019 – Epidauros – Methana – Metamorphosia-Strand

Früh aus den Federn gekrochen, eine kalte Dusche am Strand genommen, Frühstück und Aufbruch zu einem Höhepunkt unserer Reise, nach Epidauros. Nach ein paar Ehrenrunden rund um Neo-Epidavros haben wir den richtigen Weg gefunden und kommen kurz nach neun Uhr auf den Parkplatz am Heiligtum des Asklepios. Unser erster Weg führt ins Theater. Ein großartiges Bauwerk, das nahezu komplett erhalten ist. Mit seinen 55 Sitzreihen bietet es noch heute über 12.000 Zuschauern Platz. Es sind bereits einige Gruppen unterwegs aber noch sitzen die großen Busladungen an den Frühstückstischen und so kann Lu von der Mitte des Orchesters zwei Zeilen aus dem Osterspaziergang aufsagen bevor sie einem Reiseleiter und seinen zwei amerikanischen Kunden galant den Stein im beliebten Theaterrund überlässt. Kein Reiseleiter verzichtet hier auf die Demonstration der sagenhaften Akustik. Dazu klatscht er in die Hände und lässt eine Münze fallen, deren Aufschlag auf dem Boden selbst noch in der 55. Reihe zu hören ist. Ein gewitzter Reiseleiter lässt gar zwei unterschiedlich Münzen fallen, die erste man kaum, während die zweite mit sattem Klang auf den Boden trifft. Das erste, sagt er, sei eine Euromünze gewesen, das zweite Mal war es eine Drachme. Da lacht das Publikum, ist das nicht komisch? Nach dem Theater besichtigen wir den Rest der „Kuranlage“. Wir kommen an einem antiken Hotel mit 160 Zimmern und vier Innenhöfen vorbei, dahinter folgt gleich das Asklepieion, zwei Gebäude also für Leib und Seele. Die Rekonstruktion eines Rundtempels lässt uns etwas ratlos zurück, nach welchem Konzept arbeitet die griech. Antikenverwaltung? Wir lassen das Heiligtum hinter uns und fahren wieder Richtung Küste zur Halbinsel Methanon. Zunächst wollen wir nach Trizin, einem weiteren Asklepiosheilgtum und dann zur Teufelsbrücke. Mittlerweile ist es Mittag, das Thermometer steigt über 30 Grad. Nach tausend Kurven und auf engsten Straßen halten wir im Gelände und wandern zur sog. Teufelsbrücke, ein eingewachsenes Bauwerk, das sich über eine tiefe, dunkle Schlucht spannt, unten hört man das Wasser rauschen. Unsere Suche nach dem antiken Trizin brechen wir entnervt ab: die schlechten Wege und irres Hundegebell schrecken uns ab. Wir fahren zurück und erkunden die linke Seite der Halbinsel. Vathi, unser eigentliches Ziel für den heutigen Tag scheint uns ungeeignet für eine Übernachtung zu sein; wir fahren weiter und beim Dörfchen Kaimeni Hora, das sich direkt an einem Lavahügel anlehnt und dessen Häuser auch aus Lavagestein erbaut sind, kehren wir in einer ganz liebevoll hergerichteten Taverne ein und essen griech. Salat mit Tsaziki und trinken Bier. Zwei Mädels kümmern sich um das Lokal, dessen einzige Gäste wir sind. Wir kurven weiter nach Vulcano, sehen aber davon ab, denselben auch zu besteigen; dafür kommt die Drohne wieder zum Einsatz. Das Städtchen Methana, der Ort riecht wie er heißt, macht uns die Annäherung nicht leicht. In den Bergen sind es die engen Straßen, im Ort ist es die Verkehrsregelung, hier gibt es scheinbar nur Einbahnstraßen und nur der Kundige kann zum Ziel kommen. Wir halten kurz an der Uferpromenade dieses merkwürdigen und halb vergessenen Kurortes, marschieren die trostlose Promenade entlang und steigen wieder in unser Auto. Am Ortsausgang entdecken wir dann noch das stinkende Schwefelwasserbecken vor einem verwaisten Sanatorium, hier will anscheinend niemand mehr hin. Am Strand vom Metamorfosius schlagen wir unter einer Platane unser Nachtlager auf.

Tag 45 – Sa. 8. Juni 2019 – Metamorfosius – Camping „New Triton” in Asinis

Beim Herrichten des Frühstücks entdecken wir Delfine, die vor uns in der Bucht Purzelbäume schlagen. Immer wieder schießt  einer von ihnen im Bogen aus dem Wasser und taucht wieder zurück in die Wellen. So etwas kannten wir bisher nur aus dem Fernsehen. Wir beobachten weiter und vermuten, dass die Delfine kleineren Fischschwärmen folgen, die bis in den Uferbereich kommen. Lu geht ins Wasser und will mit den possierlichen Meerestieren spielen, wir haben schließlich auf Kreta entsprechende Bilder gesehen, aber die scheuen Tiere meiden den Kontakt mit der Frau aus dem Norden. Wir packen zusammen und fahren nach Nauplia. Zwei Stunden später sind wir auf einem Campingplatz, etwa 12 Kilometer östlich der Stadt, in Asini gelandet. Hier reiht sich in langer Kette Campingplatz an Campingplatz. Unser Navi hat keine schlechte Wahl getroffen, wir campieren auf dem Gelände eine familiengeführten Unternehmens. Der Vater präsidiert, die Mutter residiert, die Tochter führt und der Sohn verkauft das Wasser. Man bemüht sich mit fast übertriebener Höflichkeit.

Tag 46 – So. 9. Juni 2019 – Camping „New Triton“

Nach dem Frühstück zum Strand. Unter einem überdachten Podest schwitzen an die 30 junge Leute beim Yoga. Bereits am frühen Vormittag zeigt das Thermometer über 30 Grad an. Als der Rummel am Strand zu groß wird, ziehen wir uns auf den Campingplatz zurück. Hugo, unser Nachbar gegenüber, ein Münchner, der seit Mitte April hier ist, ist nun auch schon wach und werkelt irgendetwas an seinem Fendt-Wohnwagen rum. Es ist Pfingstsonntag, aber hier scheint keiner davon Kenntnis zu nehmen. Der Bäcker bäckt Brot, die Supermärkte sind allesamt geöffnet und Marie, die Chefin unseres Supermarktes,  erklärt uns, dass sie an 360 Tagen im Jahr jeweils von 8.00 bis 23.00 Uhr ihren Laden geöffnet hat. Nur an Ostern mache sie zu, sagt sie und hackt die Preise in ihren Taschenrechner. Als ich Hugo scherzhaft frage, ob er nicht wüsste, dass heute Pfingstsonntag sei, meint er nur, dass er kein Christ, sondern Kommunist sei. Gegen 15 Uhr fahren wir mit dem Auto nach Nauplia. Dort finden wir nach langer Kurverei unterhalb der Burg gerade noch einen Parkplatz. Das Thermometer zeigt 38 Grad. Beim Ausstieg aus dem Auto schlägt einem eine Hitzewelle entgegen. Wir gehen zunächst Richtung Burg, landen aber an einem Badestrand. Also zurück in die Altstadt der ehemaligen griechischen Hauptstadt, von einigen auch als schönste Stadt der Peloponnes bezeichnet. In den Gässchen kann man sich mit jeder Art von Souvenir eindecken, von den schmucken Häusern ist hinter dem Tand kaum noch etwas zu erkennen. Nach dem Stadtrundgang fahren wir zur Burg hinauf, der Eintritt von 12 Euro ist happig, als über 65jähriger muss Winfried allerdings nur 8 Euro zahlen. Von der weitläufigen Burganlage bieten sich schöne Böcke auf Stadt und Meer. Zurück am Campingplatz essen wir in einer Taverne am Strand, auf Empfehlung unseres Patrone. Zurück am Bus schenkt uns Hugo noch einen gut gefüllten Schlauch hiesigen Rotweins. Mit Olivenöl, das er hier für 3,50 pro Liter einkauft und in München für 8 Euo pro Liter wieder verkauft, bessert er, wie er uns erzählt, seine Reisekasse auf.

Tag 47 – Mo. 10 Juni 2019 – Gjirokaster (Albanien)

Wir verbringen in unserem Bus die bisher heißeste Nacht unserer Reise. Lu schläft komplett ohne und Winfried muss sich ständig den Schweiß abwischen. Nach langem Für und Wider beschließen wir, den Landweg über Albanien nach Hause zu nehmen. Unser heutiges Ziel ist Gjirokaster, eine Welterbestadt im Süden Albaniens. Wir brechen gegen 9 Uhr auf, hinterlassen unserem Nachbarn Hugo den kleinen Rest Raki zusammen mit einem lieben Abschiedsgruß. Hugo schläft um diese Zeit noch. Bei Maria decken wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein, dann geht die Fahrt über Korinth die Küste entlang bis kurz vor Patras, wo wir über die neue Brücke überqueren, die uns aufs griech. Festland führt.  Wir nutzen die mautpflichtige, aber auch sehr gut ausgebaute Autobahn fast bis nach Igouminitsa und dann auf guter Straße weiter bis zur albanischen Grenze. Die Grenzformalitäten gestalten sich recht unkompliziert und beanspruchen nicht mehr als 15 Minuten. Der erste Eindruck: die Straße ist in einem sehr guten Zustand, aber überall merkwürdig anmutende Geschwindigkeitsbeschränkungen. Oft müssen ohne erkennbaren Grund wir auf 30, 40 oder 50 km/h herunter, kein Hinweis aber darauf, wann die Beschränkung aufgehoben ist. Vor uns ein breiter und fruchtbarer Talkessel, viele Wiesen, wenig Ackerland und hohe Gebirgszüge  in der Ferne. Wir erreichen Gjirokaster und Dank der Vodafon-Simkarte unserer österreichischen Kurzbekanntschaft von Neo Epidavros finden wir recht schnell den Stellplatz „Family Camping“. Ein junger Mann empfängt uns ausgesprochen freundlich. Es stehen bereits vier weitere Bullis im Rund, jeder in einer anderen Farbe. Duschen, Toiletten, Wasser, Strom, Wifi, alles ist vorhanden, alles funktioniert und ist im besten Zustand. Gegenüber von uns steht ein roter Bulli mit einem jungen Paar aus München und ihrem kleinen Sohn Moritz, ein Krabbelkind. Wir halten ein Schwätzchen, reden über Bulliausrüstungen und Winfried spielt gleich den Opa und holt sich den kl. Moritz auf den Schoß. Später fahren wir mit dem Rad eine steile Straße hinauf in die Altstadt. Lu muss auf halber Strecke aufgeben und Winfried rast wie von der Tarantel gestochen davon. Als Lu ihn ein paar Minuten später wieder sichtet, unterhält er sich mit einer adretten Albanerin, die mit ihm vor ihrem Teppichladen steht. Sie erklärt uns den Weg zur Burg und bietet an, auf unsere Räder aufzupassen. Von oben hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und sieht auch, warum Gjirokaster mit seinen steingedeckten Häusern eine Welterbestadt ist. Hauptattraktion hier oben aber ist die 1957 abgeschossene Lockheed T33, deren Gerippe hier zwischen den Mauern liegt. Winfried ist ganz aus dem Häuschen. Ansonsten gibt es in den Kasematten alte Geschütze zu sehen, ein Kriegsmuseum ist auch da und die übliche Partisanenverehrung. Nach der Burgbesichtigung gehen wir auf Empfehlung unserer Radlaufpasserin  in eine Taverne zum Essen. Wir wollen im Freien sitzen und so quetschen wir uns neben ein holländisches Paar auf dem winzigen Balkon des Lokals im ersten Obergeschoß. Wir bestellen Hähnchenfilet mit Kartoffeln, Mousaka, zwei Bier und zum Abschluss zwei doppelte Raki. Der Raki ist auch hier Nationalgetränk und wir wollen uns möglichst gut an das Gastland anpassen. Uns zu Füßen liegt das im Wiederaufbau befindliche Altstadtviertel von Gjirokaster und in der Blickachse haben wir unsere Fahrräder, bewacht von der geschäftstüchtigen Ladenbesitzerin, der wir zum Dank einen alten Wollteppich für 12 Euro abkaufen. Es ist schon nahezu dunkel als wir mit unseren Rädern den Heimweg zum Stellplatz antreten und wie durch ein Wunder denselben auch wieder finden.

Tag 48 – Di. 11. Juni 2019 Camping Pa Emer, südlich von Durres

Bereits kurz nach 7 Uhr holt uns die Sonne aus unseren Schlafsäcken. Gegen halb neun brechen wir auf. Unser heutiges Ziel liegt etwa 200 Kilometer nordwestlich von uns entfernt in der Nähe von Golem. Zunächst führt unsere Route durch eine wundervolle Landschaft, immer am nahezu ausgetrockneten, ewig breiten Flussbett des Vjose in einem herrlichen Gebirgstal entlang. Die unterschiedlich hohen Berghänge liegen gestaffelt hintereinander. Die SH4 ist in überwiegend gutem Zustand und nicht allzu stark befahren. In einem Ort mit dem Namen Tepelena machen wir Halt. Wir parken am Straßenrand in recht beengten Verhältnissen. Die auf dem Bürgersteig stehenden Albaner sind einverstanden mit der nicht ganz zufriedenstellenden Einparkerei. Wir steigen aus und hinter uns parkt ein Pickup schräg in die viel zu kleine Lücke ein. Hinter ihm kommt ein größeres Polizeifahrzeug, das ihn mit Gehupe auffordert, die Straße wieder frei zu machen. Auch wir befürchten, wieder wegfahren zu müssen, aber ein Polizist winkt aus dem Fahrzeug und gibt uns zu verstehen, dass alles in Ordnung ist mit unserer Parkerei. Wir schlendern die Straße hinunter vorbei am Denkmal eines Paschas und finden am hohen Flussufer eine Bar, vor der einige Männer sitzen. Wir klettern aufs Oberdeck des Gebäudes, dort hat man Paletten zu Sitzmöbeln zusammengezimmert und bunt angemalt. Gleich kommt der Wirt und belegt eine der Sitzgruppen  mit dicken Polstern. Sehr bequem, stellen wir fest und bestellen zwei Cola. Der Ausblick auf den Fluss und die Fußgängerbrücke und der weite Blick übers Tal hin zu den kahlen Bergen ist wunderbar. Nach dieser Stärkung für Leib und Seele fahren wir weiter Richtung Tirana. Die Fahrt über Land ist total unproblematisch, auch wenn sich die Albaner, die überwiegend Mercedes fahren, einen Dreck um irgendwelche Geschwindigkeitsbeschränkungen, Überholverbote oder durchgezogene Linien scheren. Sie überholen und fahren wie die Berserker. Erhöhte Aufmerksamkeit erfordert das Fahren in Ortschaften. Irgendwie geht alles kreuz und quer. Kreisverkehre werden als eine Art Herausforderung verstanden und warum, so fragen wir uns bald, sollen Radfahrer  nicht auch die Gegenfahrbahn benutzen dürfen, wenn das erheblich schneller zum Ziel führt. Nach gefühlten 10 Stunden Fahrzeit deutet Winfried an, dass wir jetzt die Hauptstrecken verlassen und links hinaus ins Geländer fahren sollten. Die mit Schlaglöchern übersäte Holperpiste führt uns tatsächlich nach einer halben Stunde zum gesuchten Campingplatz, der wunderbar in einer grünen Oase am Meer liegt. Die Parzellen am Wasser darf man allerdings nur belegen, wie uns die strenge Wirtin sagt, wenn man mindestens 2 Tage bleibt. 20 Euro soll der Spaß pro Nacht kosten. Wir finden ein schönes Plätzchen mit eigenem Zugang zum Meer und Blick auf die kleine Insel, die über einen Holzsteg erreichbar ist, wenn man trockenen Fußes hinüberkommen will. Dort gibt es eine Bar, ein Restaurant, einige Liegestühle und Wifi. Gegen Abend bekommen wir Nachbarn aus Bad Kissingen, die sich nach dem Abendessen – man ahnt schon – es gab Arrabiata, zu uns gesellen. Viel und weitgereist sind sie, stehen noch im Berufsleben, sind Eltern von vier erwachsenen Kindern und haben schon eine Menge erlebt. Alle Achtung! Wir verbringen eine ruhig und angenehme Nacht.

Tag 49 – Mi. 12. Juni 2019 – Camping Pa Emer

Nach dem Frühstück kurzes Bad im Meer, was eher einer Wasserwanderung gleichkommt, über 100 Meter kann man ins Meer hinaus gehen. Die Wassertemperatur ist sehr angenehm, der Kälteschock bleibt aus. Danach duschen und eine kleine Strandwanderung. Hinter dem Campingplatz ist der Strand leider zugemüllt, ein schulpflichtiger Junge scheint darin ein Vergnügen zu finden, sich im Sand zu wälzen, vielleicht eine Art von Säuberung. Das ist irgendwie deprimierend. Im Minimarkt, ein paar hundert Meter entfernt, kaufen wir Brot, Croissants und Bier. Danach widmet sich Winfried wieder Madame d’Épinay und Lu geht mit ihrem Laptop auf die Insel, um Verbindung mit der Welt aufzunehmen. Leider, so hört sie vom Barangestellten, sei das Internet im Moment ausgefallen, aber dann ist sie doch irgendwann online und muss über Skype den Mist aufnehmen, der zum Seminarmanager und zu Buchungsabbrüchen ausgegeben wird. Endlich dann ein Mittagsbier und albanische Hörnchen im Schatten unseres Bullis. Auf dem Weg zur Toilette wird der Müll entsorgt; der zahnlose Campingplatzangestellte wühlt mit bloßen Händen in dem stinkenden Container, reißt Abfalltüten auf und trennt Plastik von Aluminium und Glas und wer was sonst noch voneinander und verteilt die Fundstücke auf die bereitgestellten schwarzen Plastikkübel. Winfried stakst in der Zwischenzeit wie ein Reiher im Meer umher, reihert er schon? Wir verbringen einen geruhsamen Nachmittag mit einem Schläfchen und ein wenig Arbeit.

Tag 50 – Do. 13. Juni 2019 – Albanien – Montenegro – Kroatien – Banja

Tag 51 – Fr.. 14. Juni 2019 – Banja – Regensburg

Früh aufgestanden

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